Rede des Herrn Generalkonsuls Erdem Tunçer anlaesslich der Gedenkveranstaltung zum 15.Todestag des von der Terrororganisation NSU ermordeten Halit Yozgat

Erdem Tunçer 06.04.2021
Sehr verehrte trauernde Familie Yozgat,
Herr Oberbürgermeister Geselle,
Sehr geehrte Frau Barbara John, Ombudsfrau für die Angehörigen der NSU-Mordopfer,
Sehr verehrte türkischen und deutschen Freunde,

Wir haben uns an einem weiteren Tag des 6. April, der als ein trauriger Tag in unseren Erinnerungen bleibt auf dem nach dem Verstorbenen benannten Halit-Platz versammelt, um unserem geschätzten Bruder Halit Yozgat zu gedenken,

Der verstorbene Halit Yozgat wurde genau vor 15 Jahren von rechtsextremen Terroristen brutal ermordet. Diejenigen, die Halit ermordet haben, haben auch weitere 7 türkische Staatsbürger, 1 griechischen Staatsbürger und einen deutschen Polizisten brutal ermordet.

Diese Morde, die von Mitgliedern einer dunklen und rassistischen Mentalität begangen wurden, erschütterten sowohl die türkische als auch die deutsche Gesellschaft und zugleich auch die Welt zutiefst.

Leider gibt es keine Möglichkeit, unsere Schmerzen zu lindern und die, die wir verloren haben, zurückzubringen. Wir müssen mit Trauer beobachten, dass nicht die gesamten Fakten über die Morde aufgedeckt werden konnten.

Als Menschen, die aufrichtig an die türkisch-deutsche Freundschaft glauben, haben wir große Schwierigkeiten, die Mentalität zu verstehen, die diese Brutalität verursacht hat; genauso wie wir Schwierigkeiten hatten, die blinde Gewalt zu akzeptieren, die letztes Jahr in Hanau 9 unschuldige Menschen aus dem Leben gerissen hat.

Leider haben uns die schwerwiegenden Entwicklungen, die wir in den letzten Jahren im Land Hessen nacheinander erlebt haben, immer wieder daran erinnert, was für ein Gift der Rassismus ist. Der Mord an den Regierungspräsidenten Lübcke, die von NSU 2.0 unterzeichneten Drohbriefe und der Anschlag von Hanau, dessen ersten Jahrestag wir dieses Jahr am 19. Februar wahrgenommen haben, sind klare Beweise dafür, dass die rassistisch-faschistische Gewalt, die Halit seiner Familie und seinen Angehörigen entrissen hat, leider immer noch eine sehr ernste und unmittelbare Gefahr darstellt.

In diesem Zusammenhang verurteilen wir am heutigen Tag erneut nachdrücklich rechtsgerichtete und rassistische Gewalt und glauben, dass ein viel stärkerer und entschlossener Kampf erforderlich ist, um diese Krankheit loszuwerden.

Liebe Freunde,
die Türkei und die Bundesrepublik Deutschland sind zwei befreundete und verbündete Länder mit engen Beziehungen in vielen Bereichen und Themen. Wir feiern dieses Jahr den 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei. Vor 60 Jahren wurden türkische Staatsbürger als Gastsarbeiter nach Deutschland eingeladen, um dem Aufschwung der Wirtschaft des Landes beizutragen.

In Deutschland leben rund 4 Millionen Türken und Menschen mit türkischer Herkunft, und heute steht die deutsche Wirtschaft auch mit den wertvollen Beiträgen von Menschen mit türkischer Herkunft aufrecht.

Innerhalb der türkischen Gemeinschaft in Deutschland gibt es viele Menschen, die in fast allen Bereichen unter anderem der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport und des Lebens große Erfolge erzielt haben. An dieser Stelle möchte ich insbesondere Prof. Uğur Şahin und Frau Dr. Özlem Türeci erwähnen, die mit dem von ihnen entwickelten Covid-19-Impfstoff nicht nur Deutschland, sondern die gesamte Menschheit inspiriert haben.

Die Zunahme dieser guten Beispiele wird zudem davon abhängen, wie gut wir die blinde rassistische Gewalt, die uns Halit genommen hat, sowie die institutionelle Diskriminierung bekämpfen werden.

Wir haben keinen Zweifel daran, dass ein Deutschland, in dem Diskriminierung, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus zurückgedrängt wird, ein Schauplatz für noch viel größere Erfolge sein wird.

Mit diesen Gedanken wünsche ich dem verstorbenen Halit Yozgat Gottes Barmherzigkeit, seiner trauernden Familie, seinen Verwandten und allen, die ihn liebten, Geduld. Ich begrüße Sie alle aufrichtig.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.




Atatürk

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