Frankfurt Musevi Müzesinde Türk Pasaportu adlı belgeselin gösterimi

Ufuk Ekici 07.10.2014
Filmvorführung des Dokumentarfilmes ‘’Der Türkische Pass’’ - In Zusammenarbeit unseres Generalkonsulates mit dem Jüdischen Museum Frankfurt und der Türkischen Gemeinde Hessen- 07.10.2014

Sehr geehrter Direktor des Jüdischen Museums Herr Prof. Dr. Gross,
sehr geehrte Frau Deniz Baler Saporta von der Jüdischen Gemeinde in Istanbul,
sehr geehrter Stellvertreter des Bundesvorstandes der Türkischen Gemeinde Deutschland Herr Osman Gün,
sehr geehrter Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Hessen Herr Erhan Songün,
sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Gäste;

Ich möchte Sie heute Abend herzlich begrüssen und willkommen heissen zur Vorstellung des Dokumentarfilmes ‘’Der Türkische Reisepass’’. Ich danke Ihnen, dass Sie so zahlreich gekommen sind. Diese Veranstaltung wurde vom Jüdischen Museum Frankfurt und der Türkischen Gemeinde Hessen, mit der Unterstützung unseres Generalkonsulates organisiert. Ich danke hiermit für diese hervorragende und schöne Zusammenarbeit.
Ich hatte schon einige Male die Chance/Gelegenheit, mir den Film bei verschiedenen Anlässen anzuschauen. Jedes Mal löst der Film bei mir starke Emotionen aus wie Angst, Furcht, Zorn, Hoffnungslosigkeit.

Wie konnte so etwas sehr Schreckliches wie Holocaust/Shoa passieren und wie konnte man es überhaupt geschehen lassen. Warum konnte man nichts effektiv dagegen unternehmen? Doch manchmal kann es in der dunkelsten Hoffnungslosigkeit und in einen der schrecklichsten Situationen einen kleinen Funken Hoffnung geben, der einem sehr viel bedeutet, besonders wenn es um Leben oder Tod geht.

Dieser Dokumentarfilm von Burak Arliel, erzählt uns die Geschichte von jenen Menschen, die während des 2. Weltkrieges dem Schrecken des Holocaust/ der Shoa und somit dem Ende entkommen konnten. In dem Abgrund der Verzweiflung hat das Schicksal diesen Menschen einen zweiten Lichtblick gewährt.

Die türkischen Diplomaten, die während des Zweiten Weltkrieges in Botschaften und Konsulaten in West-Europa tätig waren, ermöglichten ihnen, überwiegend türkischen aber auch nicht-türkischen Staatsbürgern die Flucht.

An dieser Stelle möchte ich mit tiefem Mitgefühl an alle Holocaust Opfer gedenken und mit grossem Respekt an die türkischen Diplomaten erinnern, die sich bemüht haben, das Leben der Menschen zu retten und dabei nicht zögerten ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen.
Sie hatten keine Erwartung als Helden gefeiert zu werden oder in ihrem Beruf weiter aufzusteigen. Sie haben einfach das getan was sie als selbstverständlich hielten.
Diese Facette des 2. Weltkrieges, bzw der türkisch-jüdischen Geschichte ist eher unbekannt. Wir Türken sind eher zurückhaltend wenn es um unsere Taten geht, wie diese.

Wir sind stolz, dass unser Land traditioneller Weise über solch eine diplomatische und menschliche Haltung verfügt. Das war nicht das erste und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass die Türkei für viele Menschen, die in Not geraten sind zu einem Zufluchtsort wurde und wird.

Ende des 15. Jahrhunderts flohen sephardische Juden vor der spanischen Inquisition in das Osmanische Reich. Viele Menschen aus verschiedenen europaischen Völkern, die in ihren eigenen Ländern oder von ihren Kriegsgegnern verfolgt wurden, haben im Osmanischen Reich Frieden gefunden. Vor und während des zweiten Weltkrieges wurden hunderte von Wissenschaftlern, Künstlern und Politikern aus deutschsprachigen Ländern in die Türkei aufgenommen. Sie kamen in die Türkei auf die Einladung von Mustafa Kemal Atatürk.
Ich kann alle Namen nicht einzeln aufzählen, aber einige die sehr bekannt sind möchte ich doch erwähnen, wie Ernst Reuter, Prof. Dr. Paul Hindemith, Alfred Heilbronn, Curt Kosswig, Ernst Hirsch, Fritz Neumark, Philip Schwartz, Erich Frank, Clemens Holzmeister.
Wir sind diesen Persönlichkeiten für den wichtigen Beitrag, den sie in die Gestaltung der neuen modernen Türkei geleistet haben sehr dankbar.
Auch in der Gegenwart öffnet die Türkei ihre Türen für Asylsuchende. Heute leben ungefähr 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien und Irak; Menschen aus verschiedenen Glaubensrichtungen und in der Türkei.

Meine Damen und Herren,

Antisemitismus ist ein Verbrechen an der Menschheit. Aber genauso sind menschenverachtende Handlungen, wie die Verfolgung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und İslamophobie zu verurteilende Verbrechen. Wir verurteilen diese auf schärfste Weise und werden auch in der Zukunft bemüht sein gegen solche vorzugehen. In unserer Gesellschaft brauchen wir mehr gegenseitiges Verstaendnis, Respekt und Zusammenarbeit wenn wir in einer besseren Welt leben möchten.
In diesem Sinne möchte ich mich zum Schluss meiner Rede bei all denjenigen bedanken, die diesen Dokumentarfilm zusammengestellt haben und die Filmvorführung in den Räumlichkeiten des Jüdischen Museums Frankfurt ermöglicht haben.
Ich möchte erneut für Ihre Teilnahme an der Veranstaltung danken und wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.




Pazartesi - Cuma

08:30 - 17:00

E-PASAPORT, VİZE, ASKERLİK, NOTER, NÜFUS ve VATANDAŞLIK işlemleri için www.konsolosluk.gov.tr adresindeki randevu modülünden randevu alınması gerekmektedir (Randevu sistemi ‘gmx, web’ uzantılı mail adreslerini tanımamakta olup, randevu almak için kullanılacak mail adreslerinin ‘hotmail, yahoo, gmail’ uzantılı olması gerekmektedir.).
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