Frankfurt Goethe Üniversitesi'nde Prof. Dr. Schwartz için anıt dikme töreninde yapılan konuşma

Ufuk Ekici 24.11.2014
Einweihungsfeier Philipp Schwartz-Stele
24. November 2014 um 12:00 Uhr
Sehr geehrter Dekan des Fachbereiches Humanmedizin Herr Prof. Dr. Josef Pfeilschifter,
Sehr geehrter Vizepräsident der Goethe Universität Herr Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz,
Sehr geehrter Direktor des Senckenbergischen Instituts für Pathologie Herr Prof. Dr. Martin-Leo Hansmann,
Sehr geehrter Herr Dr. Gerald Kreft von der Ludwig Edinger Stiftung;
Sehr geehrter Herr Diplom-Psychologe Kurt Heilbronn;
Sehr geehrte Frau Susan Ferenz-Schwartz, Tochter des verehrten Philipp Schwartz,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste:
Ich möchte Sie alle herzlich begrüssen und betonen, dass es für mich eine grosse Ehre und Freude ist, an einer so bedeutenden Veranstaltung wie dieser teilzunehmen. Vielen Dank für die Einladung.
Desweiteren möchte ich nicht versäumen, allen Mitwirkenden, die zur Verwirklichung dieses Vorhabens beigetragen haben, zu danken und Ihnen zu dieser Veranstaltung zu gratulieren.

Es ist eine grosse Geste der Ehrerweisung gegenüber einer Person wie Philipp Schwartz, die in Zeiten der Hoffnungslosigkeit, für unzählige deutsche Vertriebene, Gelehrte und Künstler zu einem Hoffnungsschimmer wurde.
Wir sind heute zusammengekommen, um Herrn Prof. Dr. Philipp Schwartz zu gedenken und ihn zu ehren. Auch für mein Land ist Professor Schwartz eine bedeutende Persönlichkeit, der wir sehr viel zu verdanken haben.

Verehrte Damen und Herren,
die Facette der türkisch-jüdischen Geschichte während des 2. Weltkrieges ist eher unbekannt. Wir Türken sind eher zurückhaltend, wenn es um unsere Taten geht.
Bereits Ende des 15. Jahrhunderts flohen sephardische Juden vor der spanischen Inquisition in das Osmanische Reich. Vor und während des 2. Weltkrieges hat die Türkei zahlreichen Menschen dazu verholfen, dem Schrecken der nationalsozialistischen Judenvernichtung zu entkommen. Auch wenn sich darunter tausende einfache Menschen befanden, möchte ich heute nur von den Prominenten reden. So kamen auf die Einladung von Mustafa Kemal Atatürk im Rahmen der von ihm geplanten grundlegenden Modernisierung der türkischen Hochschulen zahllose Wissenschaftler, Künstler und Politiker in die Türkei.
Leider kann ich nicht alle Namen nennen, aber einige sind sehr bekannt wie Ernst Reuter, Paul Hindemith, Alfred Heilbronn, Curt Kosswig, Erich Frank oder Clemens Holzmeister.
Allein von der Frankfurter Universität kamen die entlassenen Professoren Hugo Braun, Josef Igersheimer, Fritz Neumark, Ernst Hirsch, Werner Lipschitz, Friedrich Dessauer und natürlich Philipp Schwartz, der das alles überhaupt erst möglich machte. Wir sind ihm und all diesen Persönlichkeiten, die einen wichtigen Beitrag an der Gestaltung der neuen modernen Türkei geleistet haben, sehr dankbar.
Meine Damen und Herren,
in Zeiten der Auswegslosigkeit und der Ungewissheit darüber, welch Schicksal ihm und anderen Geflohenen noch widerfahren wird, gründete Prof. Dr. Philipp Schwartz im Frühjahr 1933 in Zürich die ʺNotgemeinschaft Deutscher Wissenschaftler im Auslandʺ, um entlassenen Wissenschaftlern Arbeitsmöglichkeiten in irgendeiner anderen sicheren Ecke der Welt zu vermitteln.
Mit dieser Absicht nahm er am 6. Juli 1933 an der vom damaligen türkischen Bildungsminister Dr. Reşid Galip geleiteten Kommission zur Hochschulreform teil, um Leidensgenossen zu einer Anstellung an der neu zu gestaltenden İstanbul Universität zu verhelfen. Anschließend schickte er das berühmte Telegramm mit den Worten ʺNicht 3, sondern 30!ʺ nach Zürich: Nicht drei, wie erwartet, sondern 30 Professoren hatte Professor Schwartz auf einen Schlag untergebracht!
Zwischen 1933 und 1945 fanden so etwa 300 entlassene deutsche Wissenschaftler – gemeinsam mit deren Mitarbeitern und Angehörigen an die 1000 Menschen – für kurze oder längere Zeit eine neue Heimat in der Türkei. Durch sie wurde die İstanbul Üniversitesi zur grössten Emigranten-Universität der Kriegszeit.
Professor Schwartz erhielt im Jahre 1933 den Lehrstuhl für Pathologie, arbeitete 20 Jahre an der İstanbul Universität und zog anschliessend in die USA. Im Jahre 1973 wurde er von der İstanbul Universität mit dem Titel ʺDr. honoris causaʺ geehrt. Und im Jahr 2002, 25 Jahre nach seinem Tod, verlieh ihm die Medizinische Fakultät der Universität Istanbul posthum die Avicenna-Medaille.
Wir sind stolz, dass unser Land traditionellerweise über solch eine menschliche und diplomatische Haltung gegenüber Verfolgten verfügt. Dies war nicht das erste und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass die Türkei für viele Menschen, die in Not geraten sind, zu einem Zufluchtsort wurde und wird.
Auch in der Gegenwart öffnet die Türkei ihre Türen für Asylsuchende. Heute leben über 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien und Irak, Menschen aus verschiedenen Glaubensrichtungen in der Türkei.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, möchte ich meine Rede mit den Worten von Herrn Prof. Dr. Schwartz beenden: ʺIch wusste, dass die schmachvolle Vertreibung aus Deutschland in diesen Stunden einen schöpferischen Sinn erhielt. Ich entdeckte ein wunderbares, von der westlichen Pest unberührtes Land.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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